Ausgrabungs- und Forschungsprojekt in "Ostia Antica", der Hafenstadt des antiken Rom

Die Ruinenstadt Ostia Antica zählt heute zu den bedeutendsten Ausgrabungsstätten der römischen Welt. Das Ostia-Forum-Projekt hat sich das Ziel gesetzt, alle antiken Hinterlassenschaften im Stadtzentrum der antiken Hafenmetropole Ostia zu erforschen

Dazu werden die Altgrabungen erstmals auf neuestem Stand der Technik dokumentiert, bislang vernachlässigte Bereiche ausgegraben und alle Funde in ihrem historischen Kontext rekonstruiert. So läßt sich die Entwicklung der ersten Kolonie Roms erstmals bis zum Ende der Antike lückenlos verfolgen. Die außerordentliche Bedeutung dieser Stätte - als Spiegel der Kapitale Rom - ergibt darüberhinaus auch Material für viele neue Forschungsansätze zur Wirkungs- und Kulturgeschichte bis in die Gegenwart.

Etwa zwei Drittel des antiken Stadtgebietes sind bislang ausgegraben. Man kann die überdurchschnittlich gut erhaltenen Reste des Forums sowie des Theaters, von Thermen, Latrinen, Gräbern, mehrstöckigen Mietshäusern, Handelsvertretungen, Bäckereien, Färbereien, Tavernen, Bordellen und der Stadtmauer sowie einen Friedhof vor dem Stadttor an der Via Ostiense nach Rom besichtigen. In vielen Bauten sind noch die Fußbodenmosaiken und Marmordekorationen sowie antiken Decken erhalten.

Unter der Leitung von Prof. Dr. Axel Gering von der Humboldt-Universität zu Berlin in Kooperation mit der italienischen Antikenverwaltung, weiteren Universitäten und Forschungsinstituten, vor allem aber mit Studierenden der Humboldt-Universität zu Berlin finden jährliche Grabungs- und Dokumentationskampagnen statt.

Die Teilprojekte

Das Ostia-Projekt wird in den Jahren 2016-2022 realisiert und besteht aus zwei eigenständigen Teilprojekten.

Das erste Teilprojekt "Verschollener Marmorglanz. Die Baudekoration und Ausstattung der Altstadt von Ostia und ihr Nachleben" setzt einen Schwerpunkt auf die feldarchäologische Arbeit vor Ort und die Dokumentation des Kulturerbes von Ostia.

Das zweite Teilprojekt "Ein Stadtzentrum im Wandel. Die Gesamtrekonstruktion der Bauten des Forums und seiner Umgebung", konzentriert sich hauptsächlich auf die Aufarbeitung des Materials und die Rekonstruktion von mehr als 600 Jahren Alltag, Nutzung und Entwicklung in dem am vollständigsten erhaltenen Stadtzentrum einer römischen Großstadt.

Unsere Unterstützung

Dank des großzügigen Engagements von Frau Prof. Dr. Bettina Schwarz können wir dieses Projekt unterstützen.

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